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Rashin und ich haben ja gute Kost noch nie verschmaeht - also auf nach Kobe!
Am Bahnhof angekommen dann gleich ein Schild, dass uns zu irgendwelchen Wasserfaellen fuehrte. Dem konnten wir auch nicht wiederstehen. Wir haetten gleich daran denken sollen, dass das Wasser ja von irgendwo oben runter fallen muss.... Also erst mal eine Stunde ueber steile Treppen den Berg rauf. Aber die Muehe war es wert - der Wasserfall war wirklich schoen! Dann wieder bergab und mit der U-Bahn in die Stadt rein.
Erst mal ein bisschen Shoppen-Gucken (also gucken und nix kaufen), was man hier recht gut machen kann und gleichzeitig nach dem Restaurant Ausschau halten, was man uns im Youth Hostel empfohlen hat.
Da der Hunger immer groesser wurde, sind wir auch recht schnell in besagtes Restaurant - oder besser gesagt: Steak-House gegangen!!! KOBE-RIND!!!! Ihr koennt euch gar nicht vorstellen, wie lecker das war!!!!!!!! Und der Koch hat es direkt vor unseren Augen und Nasen zubereitet. Und wenn ihr jetzt glaubt, dass das unglaublich teuer war, so muss ich euch widersprechen: fuer umgerechnet 25 Euronen gab es 150 g feinstes Rindersteak, Reis, Salat, Misosuppe, gebratenes Gemuese, zwei Sossen, eingelegtes Gemuese und einen Orangensaft - wahlweise Kaffee. Da konnte man wirklich nicht meckern, die Portion konnte man gerade so runter schlingen. Satt und befriedigt sind wir dann zum Verdauungsspaziergeng an den "Port of Kobe" gerollt. Dort gab es viele Schiffe zu sehen, wobei eins in dezentem Pink gehalten war mit bunten Bluemchen, die an einen Disneyfilm erinnerte. Nur in richtig schrecklich!
An dem nahegelegenem Amusement-Park gab es, mal wieder, eine Shopping-Passage, an der wir uns ein "original italienisches Eis" gekauft haben. Nachtisch muss halt sein! Vollgestopft bis Oberkante Unterlippe gingen wir dann nach Hause und ohne Abendbrot ins Bett. Ging halt nix mehr.
Da wir ja beide so begeistert von Ninjas sind, fuhren wir heute ins verschlafene Iga-Ueno, was eins der beiden Zentren fuer Ninjakultur in Japan ist. Auf der Karte sah das auch recht nah aus. In Wirklichkeit brauchten wir wegen Bummelzuegen und fantastischen Anschlussmoeglichkeiten aber mehr als vier Stunden fuer einen Weg (fuer eine Strecke von etwa 60 Kilometern). Da haetten wir ja fast schneller laufen koennen.
Nach einem elendig langen Fussmarsch in bruetender Hitze, kamen wir dann am Ninja-Park inklusive Museum an. Dummerweise war es jetzt schon so spaet, dass es nur noch eine Stunde geoeffnet hatte. Also schnell rein ins Museum. Hier gab es dann gleich eine Ninja-Show, wo uns begnadete Darsteller, inklusive Soundeffekten a la Bud Spencer und Terrence Hill, die hohe Kampfkunst der Ninja dargeboten haben. War richtig amuesant! Bei Interesse: hab es fuer die Nachwelt auf Video aufgezeichnet! Danach konnte man sich durch ein Ninja-Haus fuehren lassen, dass diverse Versteckmoeglichkeiten fuer Mensch und Waffen hatte. Auch wirklich interessant, besonders, weil die Japanerin, die das vorgefuehrt hat, wirklich begeistert von der Sache war. Ausserdem war sie recht gelenkig und konnte sich sehr schnell durch verwinkelte Ecken zwaengen - fast schneller als man gucken konnte. Nach einem Rundgang durch den eigentlichen Museumsteil, wo man sich Waffen, Kleidung, etc. ansehen konnte, haben wir uns etwas auf dem weitlaeufigen Gelaende umgesehen und noch ein Schloss entdeckt. Leider war das wegen der spaeten Uhrzeit schon geschlossen (mit spaet meint man hier uebrigens 17 Uhr).
Zurueck zum Bahnhof, diemal aber mit der Bimmelbahn, und dann auf nach Nara, das nur fuenf oder sechs Zugstationen weiter war. Da wir aber 3 Mal Umsteigen mussten - ihr kennt das ja, hat das Ganze wieder drei Stunden gedauert. Wirklich nervig!!
In Nara findet zur Zeit im Rahmen der Obon-Festlichkeiten (die hoechsten Feiertage in Japan) das sogenannte To-kae-Festival statt. Abend werden hier um den grossen Tempel und den umliegenden Plaetzen Kerzen in schoenen Blumenmustern aufgestellt. Wir hatten das Ganze schon mal bei unserem ersten Aufenthalt in Japan bestaunen koennen und wollten dieses Jahr unbedingt wieder hin! Aber kaum waren wir angekommen, fing es an zu Regnen! Schnell haben wir noch ein paar Bilder geschossen (die Haelfte der Kerzen war leider schon aus gegangen), bevor es ware Sturzbaeche vom Himmel schuettete. So schnell wie moeglich haben wir dann versucht eine Bus zum bahnhof zu erwischen - was nicht so einfach war, denn die Japaner kamen alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee.
Endlich im Zug nach Kyoto dann nur noch ein Gedanke: schaffen wir es noch rechtzeitig? Die Jugendherberge macht naemlich schon um Mitternacht zu und danach kann man draussen schlafen (die sind darin sehr streng!). In Kyoto am Bahnhof dann der Schock: der Bus faehrt nur bis 22 Uhr! Und es war schon 23 Uhr! (Ja klar, haette man auch frueher auf die Idee kommen koennen und z.B. morgens mal auf den Fahrplan geguckt.) Taxi ist viel zu teuer. Also schnell in einen der Busse, die ueberhaupt noch in Richtung Hostel fuhren, dann moeglichst nah fahren und sich dann ein Taxi rufen (was immer noch teuer war). Um 23:40 kamen wir dann Gott sei Dank an, haben in 2 Minuten geduscht und waren puenktlich zum Licht-Aus im Bett.
Heute gings zum Schrein! *g*
Zuerst nach einem wirklich ausgiebigem Fruehstueck (westlich und japanisch all-you-can-mampf) haben wir uns ne Bus-Tageskarte gekauft und sind dann mal die Stadt erkunden. Wir muessen gestehen: da wir schon so oft da waren, kennen wir eigentlich schon alle Hauptsehenswuerdigkeiten. Also haben wir ein paar von denen wiederholt, wo wir keine schoenen Fotos haben... Typisch, oder?
Erste Station: Kiyomizudera-Tempel
Bei einer Bullenhitze, die kaum zum Aushalten war, erstmal berghoch zum Tempel. Gott sei Dank ist hier ein Teil im Wald versteckt, wo wenigstens ein bisschen Schatten war. Und wo keiner war, haben wir uns selbst welchen gemacht - mit unserem tollen Allround-Schirm! In Deutschland auch als Regenschirm bekannt.
Zweite Station: Bahnhof
Ihr werdet das wahrscheinlich fuer bekloppt halten, aber wir sind da zum Abkuehlen hin. Ausser der tollen Klimaanlange gibt es dort eine grosse Shoppingpassage mit vielen Geschaeften und Restaurants.
Dritte Station: Fushimi-Inari-Schrein
Wer den Film "Die Geisha" kennt, kann sich denken, wie viele orangerote Tore wir durchschritten haben. Wer ihn nicht kennt: keine Panik! Rashin hat von jedem ein Foto gemacht!
Tausend Moskito-Stiche spaeter noch kurz in einem Restaurant was essen und danach zurueck nach Utano.
Heute wollten wir zur naechsten Reisestation - nach Kyoto.
Dummerweise kam der Taifun und zusaetzlich ein Erdbeben dazwischen, so dass die Schnellzuege ausgefallen sind oder viele Stunden verzpaetung hatten. Um uns den Stress etwas zu ersparen, sind wir dann etwas laenger in Hiroshima geblieben, und so konnte sich Rashin auch die Sehenswuerdigkeiten der Stadt (Atombombendenkmal und Friedenspark) ansehen. Danach ging es noch zu einer kleinen Shoppingtour.
Am Nachmittag dann haben wir es gewagt und haben die fahrt nach Kyoto in Angriff genommen. Mit einigen langen Wartezeiten, keinen Sitzplaetzen fuer die Fahrt von Hiroshima nach Osaka (gut 1 1/2 Stunden) und weiteren Wartezeiten nach Kyoto kamen wir abends endlich in der Jugendherberge an.
Die ueberraschung: Wir waren hier ja schon oefters und zaehlen das Utano-Youth Hostel zu unseren Lieblingsherbergen. Nach "Renovierungsmassnahmen", die zwei jahre lang gedauert hatten und eigentlich mit einem kompletten Neubau geendet haben, haben die hier eine Huette hingestellt .... WOW!!! Vom Feinsten!!!! Super schoene helle Raeume, Echtholz, bequeme Betten, fantastische japanische Baderaeume mit Grossraumwanne. Ich sag euch, hier koennt ihr echt neidisch sein, dass ihr jetzt gerade nicht hier seid!
So, wir gehen jetzt planschen und danach in die tollen Betten.
Nach gestrigem Taifun mit ziemlich heftigen Regenfaellen und Erdrutschen (wie wir heute morgen in den Nachrichten gesehen haben, bei uns war es nicht ganz so schlimm) war heute strahlender Sonnenschein! Genau richtig um ins nah gelegene Miyajima zu fahren (koennt bzw. solltet ihr mal im Wiki nachsehen!). Das beruemte Tor im Wasser gehoert zu Japans drei schoensten Sehenswuerdigkeiten - und wir koennen dem nur zustimmen!!!
Allerdings muessen wir auch erwaehnen, dass wir fies von hinten von wilden Tieren angegriffen wurden. Die Hirsche hier sind komplett zahm und unglaublich frech! Mir hat das eine Vieh doch tatsaechlich die Karten von Miyajima aus der Hand gerissen und gnadenlos aufgefuttert! Und ich wollte das doch ins Album kleben....
Direkt hinter dem Tor im Wasser beginnt der Itsukushima-Schrein, der auch komplett ins Wasser (auf Stelzen)gebaut wurde. Alles in allem haben Rashin und ich etwas mehr als 3.000.000 Fotos gemacht, damit auch ja ein Gutes dabei ist.
Hinter dem Schreingelaende beginnt ein schoener Naturpark, in dem man stundenlang wandern kann. Es faehrt auch eine Seilbahn direkt auf den Mt. Misen, aber die 1.800 Yen haben wir uns dann doch gespart. Leider haben wir erst spaeter erfahren, dass da auch zahme Makaken rumlaufen sollen. Aber wer weiss, was die alles weggefressen haetten!
Gegen Abend haben wir noch ein paar Tausend Fotos von dem Tor bei Ebbe gemacht und sind auch etwas mit den hunderten Japanern durchs Watt gewandert. Auf dem Rueckweg hat uns dann etwa 10 Minuten ein wirklich anhaengliches und penetrantes Bambi verfolgt, da wir es tatsaechlich gewagt hatten, ihm nix von unserem Schokobroetchen abzugeben.
Btw: Rashin kann ganz schoen quieken, wenn die von hinten von so nem Viech angestupst wird!
Der armen Rashin gings nach der wirklich "angenehmen" und schlaflosen Nacht in der Horror-Herberge in Iwakuni dermassen schlecht, dass ihr den ganzen Tag schlecht war und sie auch einige Stunden kopfueber in der Toilette hing. Es ging schon da los, als uns die wirklich nette Herbergsmutter mit ihrem Privatauto zur Bushaltestelle brachte, da es auch noch in Stroemen regnete. An besagter Umgehungsbruecke hat Rashin auch wie ein Leichtmatrose gegen den Wind gereihert.
In Hiroshima haben wir uns dann gleich mit Aya und Megumi getroffen, die uns zum Hotel gebracht haben. Ich kann nur sagen: super preiswert (sogar billiger als die Jugendherberge), sauber, ruhig und mit gemuetlichem Bett! Das hat Rashin dann auch gleich getestet.
Ich bin dann allein mit den zwei Japanesierinnen zum Atombombendenkmal und dem Friedensmuseum. Ziemlich bedrueckend das Ganze. Vor allem, wenn man das Ganze noch an dem Tag macht, wo die zweite Bombe in Nagasaki runter gegangen ist.
Danach war leider schon Zeit fuer die Abreise der beiden Damen, schliesslich mussten sie ja morgen (Montag) zur Arbeit. Schade, war wirklich eine schoene Zeit!
Uebrigens: ganz Hiroshima ist an dem Tag ausgeflippt, da die Hiroshima Carps (das staedtische Baseballteam) heute ein Heimspiel hatte. Ob sie gewonnen haben, weiss ich allerdings nicht.
Morgens total muede und fertig um 6:00 aufgestanden, Koffer gepackt und los zum Zug gerast, den wir gerade noch gekriegt haben. Wir wollten uns schliesslich am fruehen Nachmittag mit Megumi und Aya in Iwakuni treffen! Die Zugfahrt war eigentlich nicht weiter erwaehnenswert und hat insgesamt bis zum Bahnhof von Iwakuni 5 einhalb Stunden gedauert. Mit dem Bus ging es dann weiter in Richtung Zentrum und Kintai-Bruecke, die eigentlich in der Naehe der Jugendherberge sein sollte. Eigentlich. Ueber die tolle Kintai-Bruecke konnten wir nicht (zu viele Stufen und kostet 300 Yen, one way). Bei ca. 35 Grad im Schatten (leider gab es keinen) mussten wir einen riesen Umweg ueber eine andere Bruecke nehmen, mitten durch einen Park latschen und dann noch einen steilen Berg hinauf machen. Das Ganze hat auch nur 45 Minuten in Anspruch genommen.
Als wir um die letzte Ecke bogen, traf uns der Schlag! Es sah aus wie bei den Flodders. Nur in schlimmer! Viel schlimmer!!!! Ganz viel schlimmer!!!!!!
Und wir mussten da leider rein!
Den Geruch zu beschreiben, der uns schon in der Lobby betaeubte, dazu fehlen mir schlicht die Worte. Das Zimmer: feucht-froehlich mit bunten "Farben" an den Waenden, und Betten aus Holzbohlen. Aber das war noch der gute Teil des Gebaeudes. Das Bad und besonders die Dusche........................ Reden wir nicht davon *wuerg!!!* *doppelwuerg!!*
Aya und Megumi haben uns dann noch getroffen, fanden es hier auch recht interessant *hust* und dann gings erst mal in die Stadt zum Durchatmen bei immer noch 35 Grad. Aber lecker Eis!
Mit dem Sightseeing waren wir recht schnell fertig (kleiner Ort und halt nur diese Bruecke). Danach gings essen, wo uns Aya und Megumi mit ihren tollen japanischen High-Tech Handys in 2 Minuten ein schoenes Hotelzimmer in Hiroshima gebucht haben. Leider erst fuer morgen......... Allerdings konnten sie die Jugendherbergsmutter dazu ueberreden, dass sie uns das schon gezahlte Geld fuer die naechsten Tage komplett zurueck erstattet.
Jetzt nur noch wenige Stunden in der Hoelle ueberleben!!!
Nach dem bescheidenen Tag gestern, wollten wir heute, wo das Wetter ausnahmsweise sonnig und klar war, nach Hakone fahren, um endlich mal (im dritten Anlauf) den Fujisan zu sehen. Gesagt, getan. mit dem Shinkansen nach Odawara und von dort mit der Bimmelbahn nach Gora. Für "erschwingliche" 3900 Yen konnten wir da ein Tagesticket erstehen, damit wir im Nationalpark mit Zug, Seilbahn und dem Schiff fahren konnten. Da war auch noch alles gut.
Kaum waren wir auf dem ersten Berg mit der Seilbahn angekommen - spielte uns der böse Fuji mal wieder einen Streich und schickte Wolken über Wolken. Sicht nur noch ca. 3 Meter! Und ratet mal, ob sich das im Laufe des Tages geändert hat? Genau! Es wurde "besser" und besser, je höher man kam. Auf dem Berg selbst, haben wir noch zur Erinnerung viele weiße Fotos geschossen und sind auch gleich wieder runter gefahren. Die vielen Onsen haben wir wegen dem tollen Wetter (wir wollten nicht auch noch von oben nass werden) links liegen gelassen. Im Tal dann die Überraschung: Wir hatten Hunger wie sau, aber das Essen war bei der Snackbar und im Restaurant schon komplett ausverkauft (war ja schließlich auch schon 15:30 Uhr!?!) und wir haben dann einen tollen grünen Tee getrunken. Eigentlich liebe ich ja Tee, aber den nicht.
Also weiter zum "Höhepunkt" des Tages: die Schifffahrt (mit 3 F) über den Ashi-See mit Piratenschiffen - die letzte Möglichkeit, um den Fuji zu sehen. Sicht immer noch 3 Meter. Muss ich mehr sagen? Das Problem mit dem Essen ging dann weiter. Am anderen Seeufer hatten die Geschäfte und Restaurants auch schon alle zu (war jetzt 16:45 Uhr). Blieb Gott sei Dank noch ein 7 Eleven, wo wir dann lecker Hot Dogs verspachtelt haben. War nicht wirklich befriedigend...
Guckt gerne mal wieder bei Wiki unter Hakone, da könnt ihr den See mit den Piratenschiffen und den Fuji ansehen.
Bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass es kurz vor unserer Abreise schönes Wetter ist und wir vom Rathaus den blöden Berg sehen können.
Kann ja morgen nach dem Umzug nach Iwakuni nur besser werden, denn da treffen wir uns mit Aya und Megumi in Hiroshima!!!
Ach ja: Dem Geburtstagskind herzlichen Glückwunsch!!!
So, heute ging's erst etwas später los, da mich so ein dummer Migräneanfall etwas flach gelegt hat. Rashin war in der Zwischenzeit auf eigene Faust die Gegend erkunden .... und hat sich schon nach 10 Metern verlaufen... Typisch!!!!! Dafür weiß sie jetzt, wo man günstig Pappbecher, Edelstahlspülen, Registrierkassen und Kühltheken kaufen kann.
Da wir aber unseren teuren Rail Pass etwas bluten lassen wollten, fuhren wir dann mit dem Shinkansen (vergleichbar mit dem ICE) nach Nagano. Der braucht dafür auch nur 90 Minuten, da wegen den olympischen Winterspielen 1998 viele Tunnel gebaut wurden. Ansonsten liegt Nagano mitten in den japanischen Alpen und wir hatten gehofft, dass es da etwas kühler sein würde.... Fehlanzeige. Sogar noch schwüler als in Tokyo!
Die Stadt an sich ist nicht wirklich eine Augenweide, mussten wir auch gleich feststellen. In der Touri-Information haben wir uns dann Material über die Gegend geholt und waren erstaunt, dass so vieles nicht in meinem Reiseführer drin war... Jetzt wissen wir auch warum!
Erste Station war so ein altes Schlachtengelände (Kawanakajim), wo irgend so ein Kenshin Uesugi mit einem Shingen Takeda Stress hatte. FAHRT DA NICHT HIN! NIEMALS! Die Busfahrt ist sau teuer (hin und zurück etwa 1000 Yen), dauert ewig und zu sehen gibt es da nix! Wir wissen jetzt auch, warum das Teil in keinem Reiseführer außerhalb Japans aufgehührt ist. Für die ist das bestimmt interessant, aber für Europäer... Eine halbe Stunde Nase-bohren ist billiger und bringt bessere Ergebnisse! *GG*
Da wir jetzt nur noch wenig Zeit hatte, da der Bus auf der Rückfahrt im Stau steckte, konnten wir uns nur noch den berühmten und leider auch verschlossenen Zenkoji-Tempel ansehen. War nicht so toll. Danach hieß es für uns nur noch laufen, laufen, laufen, denn ein dickes Gewitter war im Anmarsch und wir konnten gerade so den Bahnhof erreichen, bevor es richtig los ging.
Fazit: Nagano an sich ist grotten-öde. Man sollte auf jeden Fall mehr Zeit als wir inklusive Übernachtungen mitbringen, damit man sich die wohl tolle Landschaft (guckt mal bei nagano-tabi dott net) in Ruhe ansehen kann...
Abends gab's kurz noch ein Essen in der Yoshinoya (das ist so ne Fastfood-Kette). Das war so lecker, dass wir danach den nächsten Convenience Store gestürmt haben, um einen "Verteiler" zu kaufen. Leider fanden wir nix über 30%, aber besser als nix. Nächstes Mal bringen wir gleich den guten Underberg von zu Hause mit!
Heute ging`s nach Kamakura (ca. 50 km von Tokyo entfernt). Das ist ne relativ kleine Stadt, die zu einer Haelfte aus Tempeln (80 Stueck an der Zahl, wie mein Reisefuehrer sagt) und zur anderen Haelfte aus Souvenirlaeden besteht. Die Tempel sind wohl alle ganz toll, wir haben uns aber nur einen angesehen (Hase-Kannon-Tempel). Von dort hatte man eine schoene Aussicht auf die Meeresbucht. Auch den grossen Buddha haben wir uns angesehen. Fuer Interressierte: guckt mal bei Wikipedia unter Kamakura nach, da ist auch ein Bild vom Buddha abgebildet! Ihr koennt uns gar nicht glauben, wie schnell wir wieder von dem Berg runter gelaufen sind, damit wir so schnell wie moeglich an den Strand kamen. Rashin war auch ganz mutig und hat ihre Fuesse ins relativ kalte Wasser gehalten. Hab uebrigens noch nie gesehen, wie schnell sie ihre Schuhe aus hatte. Kaum einen Meter im Sand, schon sind die Dinger nach links und rechts geflogen und ich konnte nur noch in Deckung gehen...
Auf dem Rueckweg gings dann nach Yokohama nach China Town (siehe Wiki). Hier haben wir uns auch gleich mit sehr guenstigen und sehr leckeren Teigtaschen (Nikuman) bis oben hin vollgestopft. Kann ich echt nur empfehlen! Obwohl Rashin etwas neidisch war, weil sie doch besser als ihre waren, musste sie doch anerkennen, dass dieser Laden wohl in einem Nikuman-Wettbewerb die Goldmedaille gewonnen hat. Zurecht!
Uebrigens: wir haben heute so ziemlich jede U-Bahn und Bahn um ca. 1 Minute verpasst, daher der Titel.
Was richtig Spannendes ist heute nicht wirklich passiert. Wir haben super lange geschlafen, weil wir von unserem Trip noch total platt waren und sind ein bisschen in Tokyo rumgelaufen.
Zuerst gings nach Roppongi Hill, wo es ein Einkaufs/Vergnuegungsviertel gibt und eine recht gute Sicht auf den Tokyo-Tower. Danach haben wir uns in Akihabara etwas umgesehen und uns auf den neusten Stand in Sachen Anime, Konsolen-Spiele und Elektrogeraete gebracht. Leckeres Futter gab es dann in Asakusabashi in einem Gyouza-Restaurant, wo wir die vergangenen Jahre schon oefters waren. Immer noch sehr lecker!
Zurueck ging es dann zu Fuss am Sumidagawa entlang, sogar fast ohne Verlaufen. Mal gucken was wir morgen machen, denn das Wetter ist leider immer noch nicht so toll (schwuel, bewoelkt, kurze Regenschauer).
Eigentlich wollten wir ja um 21:05 ab Frankfurt los. Eigentlich. Schon auf der Hinfahrt gab es Stau und wir waren schon in Panik, ob wir noch rechtzeitig einchecken koennen. Aber eigentlich haetten wir uns gar keine Sorgen machen muessen, denn kaum waren wir am Schalter angekommen, hiess es: 2h 40 min Verspaetung! Immerhin gab es von JAL 10 Euro Gutscheine pro Nase, die wir im Flaghafengelaende verprassen durften. Also gleich mal zu Starbucks lecker Iced Chai Latte und nen Chocolate Chip Cookie geordert. Schon halb vollgefressen, ging es gleich weiter zu McDonalds, wo wir unser traditionelles "Take-off-Sparmenu" verspachtelt haben. Dann hatten wir nur noch ein Problem: wir mussten irgendwie dem Hostel in Tokyo mitteilen, dass wir wegen der Verspaetung 2-3 h spaeter als erwartet ankommen werden. Dumm nur: kein Handy dabei, keine Muenzen und W-Lan-Hotpsots sind ja toll, aber nur, wenn man einen Laptop dabei hat. Gott sei Dank haben wir nach laengerem Suchen ein Internet-Terminal gefunden, wo man fuer guenstige 16 Euro die Stunde surfen konnte. Jetzt hofften wir nur noch, dass die Email auch angekommen war, denn sonst haetten wir ein Problem....
Flug war ok, ich konnte endlich mal den Star Trek angucken, den ich bis jetzt immer verpasst habe (gell, OH) und kann nur sagen: Schau ihn dir an!!! Raus aus dem Flieger, Rail Pass besorgen und mit dem Bummelzug in Richtung Hostel. Mit super Wegbeschreibung liefen wir dann ab der Metro-Station los... und fanden natuerlich nix. Das alte Problem mit den Strassennamen und Hausnummern. Eine liebe Japanerin hat uns versucht zu helfen, konnte aber leider auch kein Hostel finden. Sie liess uns am Ali Baba Doener-Buedchen stehen (kein Witz) und rief erst mal im Hostel an. Im Laufschritt kam dann einige Minuten spaeter die Rezeptionistin vom Hostel angelaufen und brachte uns dann zur Unterkunft. Die ca. 1 Kopf kleinere und zierliche Japanerin liess es sich dann auch nicht nehmen, unsere sau schweren Koffer drei Stockwerke nach oben zu schleppen. Trotz schlechtem Gewissen waren wir doch sehr erleichtert.
Abends ging es dann noch (unser Hostel ist in der Naehe von Asakusa) zum Kaminari-mon und ins 7-eleven zum lecker Abendbrot essen. Rashin zweifelt uebrigens schon, ob sie die Wette mit Papa einhalten kann, bei der leckeren Essensauswahl, die wir in den Strassen von unserem Hostel haben. Aber sie wird kaempfen!
Ganbatte ne! So, 2. Aug 2009, 12:44 Nihon!
Hallo meine Lieben!
Es ist mal wieder so weit! Rashin und ich fliegen nach Japan!
Und weil wir da nix besseres zu tun haben werden, werden wir euch mal wieder mit schrecklich langweiligen Journal-Einträgen über unseren Reiseverlauf quälen.
Also: fühlt euch frei euren Senf zu unseren literarischen Ergüssen hinzuzufügen!
ganz liebe Grüße und bis hoffentlich in drei Wochen
eure shini
Der Ozean. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr.. äh, keine Ahnung, wen interessiert das auch? Jedenfalls haben wir hier ein beispielloses Machwerk aus den Abgründen des guten Geschmacks ans Licht gezogen, das euch garantiert die Haare zu Berge stehen lassen wird. Ihr solltet langsam anfangen, an Gruselgeschichten zu glauben, denn einer echten Mary-Sue entkommt man nicht! Titel der Geschichte: Das Leben einer PiratinFandom: Pirates of the Caribbean Name des Verbre... ähh.. Autors: Alissa Black Disclaimer: Die Rechte an den uns allem bekannten Piraten gehören jedenfalls nicht uns. Wir wollen keinem hiermit auf die Füße treten oder jemanden beleidigen, wir wollen nur unseren Spaß. Nachzulesen wie immer auch bei LöschDich! Positives und Negatives:+ RS/G ist weitgehend in Ordnung, auch wenn es bei manchen Kommaregeln noch hapert + Absätze sind vorhanden - Aber keine wirklich überzeugende Handlung. - Heldin der Geschichte ist eine echte und wahrhaftige Mary, die auch noch so heißt! - Ein einziges Kapitel, das wahrhaft epische Ausmaße annimmt
Hab das gerade bei SOrion im LJ entdeckt und gleich mal ausprobiert... Ist eigentlich recht passend! | You Were An Owl |  You are stealthy and secretive - no one knows the true you. You are a seeker of freedom, and you are comfortable with your dark side. |
Nachdem ich von meiner ausgedehnten Forschungsmission in die endlosen Weiten des Ursprungslandes kultureller Highlights wie „Power Rangers“, „Sailor Moon Live Action“ oder „Takeshis Castle“ zurückgekehrt bin, wollen wir nun auch dieses Verbrechen endgültig aufklären und in die Hölle für Fanfics hinab stoßen.
Der Einfachheit halber präsentieren wir euch nun voller Stolz (ähem… na ja…) die beiden letzten Teile gemeinsam.
Titel der Geschichte/Serie: Sehnsüchte über Sehnsüchte Fandom: Beyblade Name des Verbrechers.. ähem.. Autors: Zeckentodesengel Disclaimer: Nichts aus dem BB-Universum gehört uns, wir wollen auch ehrlich gesagt nix davon haben. Darüber hinaus wollen wir die Autorin in keinster Weise beleidigen. Wir wissen und wollen noch mal deutlich darauf hinweisen, dass die Autorin Legasthenikerin ist. Wir machen uns nicht über die Krankheit lustig, sondern kommentieren nur die, infolge des Fehlens eines Beta-Lesers, sehr schwer zu lesende Geschichte. Darüber hinaus haben wir das Einverständnis der Originalautorin, diese Fic zu verreißen und online zu stellen!
Nachzulesen wie immer bei loeschdich.
Gutes und Schlechtes: + Es gibt keine Fortsetzung! + Die Autorin hat inzwischen eine Betaleserin, es kann also nur aufwärts gehen!! - Grammatik und Rechtschreibung sind nur rudimentär vorhanden (-> Legasthenie) - Kommas sind Mangelware, die „das/dass“-Unterscheidung funktioniert nicht - Groß- und Kleinschreibung ist fast völlig abhanden gekommen und nach einem Punkt muss man scheinbar immer klein wieder anfangen.
Auszüge aus dem Schlimmsten der Geschichte:
Tag 18: Rückkehr nach Good old Germany!
Leider geht auch der schönste Urlaub mal zu Ende. Nach zahlreichen Abenteuern mussten wir heute wieder nach Hause fahren. Gott sei Dank hatten wir gestern schon gepackt, deshalb brauchten wir heute nur noch unseren Kram ins Handgepäck zu stopfen, ein kleines Brötchen hastig trocken runterzuwürgen und auf ging's zum Flughafen. Ein letzter wehmütiger Blick auf die mittlerweile lieb gewonnene Großstadt, dann fuhr die Bahn in den unterirdischen Bahnhof ein.
Blieb nur noch den richtigen Check-in-Schalter zu finden (Narita ist nicht gerade klein) und unser Gepäck aufzugeben. Ach ja, kleine Info am Rande. Ich hab es tatsächlich geschafft all meine Manga und Doujinshi in meinen Rucksack zu stopfen, wobei ich bei dieser Last fast zusammengebrochen wäre. Und trotzdem hatte unser Gepäck insgesamt noch 10 Kilo Übergewicht!!! Keine Ahnung, wie das passieren konnte, da wir sogar unsere schmutzigen Handtücher dagelassen hatten und nur noch wenige Souvenirs in den Koffern hatten.... Seltsam.
Leider gibt es ab jetzt nicht mehr viel zu berichten. Wir haben uns noch etwas am Flughafen die Beine vertreten und sind dann ins Flugzeug gestiegen. Und Überraschung: die gleichen dämlichen Filme, die selbe langweilige Musik. Wie wir so die grässlich lange Heimfahrt überstanden haben, kann ich bis heute nicht nachvollziehen.
Fazit: Mein bisher genialster Urlaub, fast ganz ohne Streit und Gekloppe mit meiner Sis.
Aber eins muss ich noch sagen: Es ist sau kalt in Deutschland!!!!!
Danke fürs Lesen.
Shini und Rashin
Tag 17: Unsere Suche nach dem Geld.... Weil wir vollkommen pleite waren, sind wir noch mal nach Shibuya zur Citibank gefahren. Dies lag eh auf unserem Weg nach Shinjuku, wo wir auf die Aussichtsplattform des Rathauses in den 45. Stock gefahren sind. Die Aussicht war ganz ok, aber den saublöden Fuji haben wir trotzdem nicht gesehen (wie letztes Jahr auch)! Wieder unten angekommen, sind wir zum Bahnhof zurück, wo wir unterwegs auf eine „Trommel-keine-Ahnung“ Truppe gestoßen sind, die wir beim Vorbeigehen noch schnell fotografiert haben. Wir wollten nach Akihabara fahren, da dort jeden Sonntag Cosplay sein sollte. Dazu mussten wir einen riesigen Umweg fahren, da auf unserer direkten Strecke ein Unfall war, und die Bahn, in der wir saßen, nicht weiter fahren konnte. Ätzend! Endlich angekommen, waren wir etwas enttäuscht. Trotz gesperrter Straße und einer Unmenge an Menschen, haben wir kein Cosplay gesehen, bis auf die Mädels, die in netten Dienstmädchenuniformen Werbezettel verteilt haben. Da wir am Rathaus zu viele Souvenirs gekauft hatten und unterwegs Schnäkes gekauft hatten, waren wir (schon wieder) blank! Schöne Scheiße, da in diesem Viertel natürlich kein passender Geldautomat zu finden war und Shibuya auf der anderen Seite der Stadt ist. Also: Internetcafe suchen! Gar nicht so einfach, wenn man nicht gleich eine Mitgliedschaft kaufen will. Aber nach etwas längerer Suche, fanden wir etwas und wussten, wo wir hin mussten. Auf zur Ginza! Als wir dann wieder Bares in der Tasche hatten, gab es nur noch einen Gedanken: ESSEN! Wir sind nach Asukasa-bashi in den ersten Curryladen, um unser Loch im Bauch zu stopfen, das mittlerweile enorme Ausmaße angenommen hatte. Anschließend gab es zum „Nachtisch“ ein leckeres Bierchen. Leicht angetüddelt ging es dann ans Kofferpacken. Ein echtes Abendteuer, kann ich euch nur sagen!
Tag 16: Schon wieder Ikebukuro...
Da ich gestern so blöd war und das T-Shirt eine Nummer zu groß gekauft habe, mussten wir heute schon wieder nach Ikebukuro ins Animate. Gott sei Dank haben sie mir das Teil umgetauscht und wir konnten weiterfahren. In der U-Bahn nach Shimbashi fiel uns ein Naruto-Poster auf. Beim genaueren Betrachten stellten wir fest, daß es sich um eine Con handelte, die gerade heute begann. Zufälligerweise waren wir auch gerade an der richtigen Station und flitzten fix raus. Als wir aus dem Bahnhof rausgingen, fiel unser Blick sofort auf den riesigen Tokyo-Dome (wo wir sowieso noch hinwollten), dann ließ uns ein ratterndes Geräusch nach oben schauen, wo sich eine äußerst spektakuläre Achterbahn zwischen die Häuser und durch die obersten Stockwerke eines Hochhauses schlängelte. Ach ja, falls ihr wissen wollt, wie groß der Tokyo-Dome ist: bei recht zügigem Marschtempo brauchten wir für eine Umrundung sechs Minuten.
Die Con an sich war klein und eher für Kiddies (wir waren die Einzigen, die ohne Erziehungsberechtigte rein gekommen sind). Dort gab es verschiedene Spielmöglichkeiten zwischen 400 und 800 Yen pro Spiel, eine sehr gut gemachte 3D-Show, einen Ramen-Laden und ein Quiz. Da das lustige Quiz komplett japanisch war und wir nicht mal die Fragen verstanden haben, haben wir schamlos von den anderen Kids abgeschrieben. Hat mich irgendwie an die erste Prüfung im Chuunin-Examen erinnert!!! Am Ende durften wir sogar einen Gewinn abholen, da wir alle Fragen richtig abgeschrieben hatten. Ach ja, original Mangaseiten und Zeichnungen gab es auch (der Tipp-Ex-Verbrauch ist ziemlich hoch) und einen großen Merchandisingstand, wo wir unsere Geldbeutel aufs Äußerste geschröpft haben.
Nach der Con sind wir über die Rainbow-Bridge auf die künstlich aufgeschüttete Insel Odaiba. Wir schlenderten an der Strandpromenade an der Freiheitsstatue entlang, sammelten Muscheln am Sandstrand und schauten den Japanern beim Beach-Volleyball zu. Wie Urlaub in Florida, sag ich euch (kommt auch vom Klima hin her).
Als es dunkel wurde, machten wir uns ganz schnell auf zurück zum YH, denn zwischen Asakusa-bashi und Asakusa gab es heute das Sumidagawa-Straßenfest mit unglaublich vielen Leuten (ihr hättet mal die U-Bahnen in diese Richtung sehen sollen) und Feuerwerk. Die Polizei und die japanischen Pfadfinder haben dazu extra mehrere Straßenblocks der Hauptstraße gesperrt. Vom Feuerwerk hat man zwar wegen der vielen Hochhäuser kaum was gesehen, es war aber trotzdem lustig. Nach diesem anstrengenden Tag sind wir dann noch in das berühmte Gyouza-Restaurant und haben uns die Bäuche kugelrund gefuttert.
Tag 15: Treffen mit Megumi II
Heute haben wir uns mit meiner zweiten Tandem-Megumi getroffen. Nach einigen Schwierigkeiten, da der nette Mensch im YH z.B. nicht mal einsieht ans Telefon zu gehen, wenn es zehn Minuten am Stück klingelt, und man deshalb ins Internet muss, um den Treffpunkt herauszufinden, haben wir es mit weniger Verspätung doch noch zum Bahnhof Ueno geschafft. Da Megumi wusste, was wir zwei für Otaku sind, hat sie gleich Ikebukuro als Startpunkt vorgeschlagen. Zuerst ging's ins Gamecenter, wo ich sofort am ersten Spiel unter Einsatz meines Lebens (drei Blasen an der rechten Hand), kläglich gegen Rashin verloren habe. *drop* War übrigens ein sehr zu empfehlendes Trommelspiel mit Bleach- und O-Zone-Musik. Nachdem meine Tränen getrocknet waren, haben wir noch lustige Fotos gemacht.
Da wir beide nicht zum Frühstücken gekommen waren, hatten wir bald Hunger. Megumi hat uns in ein nettes Restaurant in der Sunshine City geschleppt, wo es allerlei Kurioses zum Essen gab. Wassersuppe mit einem Fleischstückchen und rohen Frühlingszwiebeljulienne, undefinierbares scharfes Grünzeug, ein Schälchen Reis, leckeres Fleisch und als Highlight: Tororo. Für alle, die jetzt nicht wissen, was das ist, folgt hier Rashins Definition: "Rotz mit Nori". Eigentlich war es eine gerappte Yamswurzel, aber sie hat ausgesehen und geschmeckt wie eine Mischung aus verquirltem rohem Ei und Tapetenkleister. Sollte jeder mal versuchen, der hart im Nehmen ist....
Gesättigt von Reis und Wassersuppe sind wir in Tokyos größtes Animate. Acht Stockwerke, mehr muss ich dazu nicht sagen. Und da wir noch nicht genug hatten, ging's dann nach Akihabara. Nach planlosem Umherirren mit Stadtplan (Grund: Megumi, die mindestens genauso gut im Orientieren wie Hibiki Ryouga aus Ranma ist, aber die Karte hatte), haben wir dann das Cosplay-Cafe "I love Maid" gefunden. War ne äußerst angenehme und witzige Erfahrung. Hier haben wir auch gleich andere Otaku getroffen und erfahren, dass es sonntags in Akihabara in der Hauptstraße immer viel Cosplay gibt. Der Plan für kommenden Sonntag steht also!
Nach kurzem Shoppen in einem Drugstore/Gamecenter/Lebensmittel/Bürobedarf/Anime/Tiernahrungs- und Condomladen sind wir dann zur JR-Line gegangen, wo wir uns dann von Megumi II verabschiedet haben. Kanashii desu. |